Architektur der Kirche
Gedanken 1983 in der Festzeitschrift
Bildhauers Enst Rasche
"Gedanken zu meiner Arbeit :
Dieses Gotteshaus ist Ort des Lebens und des Friedens. Wer auch immer diese Kirche aufsucht - ob gläubig oder ungläubig - jeder wird ohne Belehrung erkennen, wo die Gemeinde ihre Mitte hat. Die Mitte zu gestalten, war meine Aufgabe. Der hohe Kirchenraum lässt uns, die wir aus der engen Welt, abgezirkelter Wohnflächen kommen, etwas von Freiheit und Größe erleben, nach denen unser Herz hungert. Hier, in diesem Gotteshaus, zwingt sich Gott den Menschen nicht auf, er hält sich bereit, sich uns zu schenken. Mit diesen Vorüberlegungen ging ich meine Arbeit an. Der Altar - aus Trachyt gehauen - dem der Gedanke des Mahles im Hinblick auf die Abendmahlsfeier des Herrn mit den Aposteln zugrunde liegt, steht in der Mitte der Choranlage. Umgeben von einem steinernen Teppich, steht er über einem liegenden Steinkreuz. Der Gedanke des Mahles verlangt die Form des Esstisches. Das Grab der Reliquien ist in die Mensaplatte eingearbeitet. Die Gaben, die dieser Altar trägt, sind Wein und Brot, sind Fleisch und Blut des Sohnes Gottes. Die Kanzel oder Ambo ist Ort der Verkündigung; das ist Begegnung von Gott und Mensch durch das Wort. Die Gemeinde ist Ihm im Hören zugeordnet. Der Priestersitz (Trachyt) ist dem Vorsteher der Gemeinde vorbehalten. Er steht an der Spitze der Gemeinde und muss einen hervorragenden Platz haben. Spitze sein heißt: ein Teil zu sein, verbunden mit dem Ganzen. Das Sakramenthaus (Trachyt und Bronze) schon an der Aufteilung des Bodenbelages sieht man, hier ist ein besonderer Ort. "Zieh Deine Schuhe aus, hier ist heiliges Land!" Die Steinstelle wird von einem kostbaren Bronzegehäuse gekrönt. Tabernakel - Ort der Aufbewahrung und der Verehrung. Der Taufstein (Trachyt) mit einem Bronzedeckel, der von einem Granatapfel geschmückt wird, steht dem Sakramentshaus gegenüber. Ein umlaufendes Ornament bereichert das Steinbecken. Die Madonna (Trachyt - Holz) soll ihre Aufstellung in der Seitenkapelle haben. Der Wunsch der Gemeinde, ihr Gotteshaus zu gestalten, ist Zeichen und Wille der Menschen im Geiste Jesu Christi, die Schönheit des Glaubens sichtbar zu machen." Anm.: Trachyt ist ein magmatisches Gestein, eine dem Erdinnern entstammende glutheiße Schmelze, die erkaltet ist.
Nikolaus Bette
"Erklärungen der Fenster in der Kirche St. Andreas Fenster im Altarraum:
Das Mittelfenster zeigt das eucharistische Symbol: Tauben und Trauben auf dem Hintergrund eines Weinblattes. Dieses Fenster wird flankiert von zwei figürlichen Darstellungen. Das Thema des linken Fensters stellt die Abendmahlsfeier dar. Christus steht am Kopfende eines langen Tisches; sein Gewand bildet das Tischtuch. Das rechte Fenster zeigt die Fußwaschung der zwölf Apostel. Christus wäscht dem Petrus die Füße; alle anderen Apostel erwarten die gleiche Handlung. Die Farbe dieser Fenster ist gelb. Fenster gegenüber dem Altarraum Das Mittelfenster stellt die Auferstehung symbolisch in Form einer Spirale dar. Das linke danebenliegende Fenster zeigt den ungläubigen Thomas, wie er die Hand in die Wunde des Herrn legt. Das rechte Fenster stellt Zweifel und Glaube dar. Petrus geht dem Herrn auf den Wellen entgegen. Die Farbe dieser Fenster ist rot. Die Rosette in der rechten Conche zeigt die Herabkunft des heiligen Geistes. Links daneben: Die Jünger in Begleitung des Herrn auf dem Wege nach Emmaus. Rechts daneben: Die Hochzeit zu Kana. Die Farbe dieser Fenster ist blau. Die Rosette in der linken Conche stellt den brennenden Dornbusch dar. Das linke danebenliegende Fenster zeigt die Mannalese in der Wüste. Das rechte Fenster stellt Moses dar, der das Wasser aus dem Felsen schlägt. Die Farbe dieser Fenster ist grün."
"Gedanken zu meiner Arbeit :
Dieses Gotteshaus ist Ort des Lebens und des Friedens. Wer auch immer diese Kirche aufsucht - ob gläubig oder ungläubig - jeder wird ohne Belehrung erkennen, wo die Gemeinde ihre Mitte hat. Die Mitte zu gestalten, war meine Aufgabe. Der hohe Kirchenraum lässt uns, die wir aus der engen Welt, abgezirkelter Wohnflächen kommen, etwas von Freiheit und Größe erleben, nach denen unser Herz hungert. Hier, in diesem Gotteshaus, zwingt sich Gott den Menschen nicht auf, er hält sich bereit, sich uns zu schenken. Mit diesen Vorüberlegungen ging ich meine Arbeit an. Der Altar - aus Trachyt gehauen - dem der Gedanke des Mahles im Hinblick auf die Abendmahlsfeier des Herrn mit den Aposteln zugrunde liegt, steht in der Mitte der Choranlage. Umgeben von einem steinernen Teppich, steht er über einem liegenden Steinkreuz. Der Gedanke des Mahles verlangt die Form des Esstisches. Das Grab der Reliquien ist in die Mensaplatte eingearbeitet. Die Gaben, die dieser Altar trägt, sind Wein und Brot, sind Fleisch und Blut des Sohnes Gottes. Die Kanzel oder Ambo ist Ort der Verkündigung; das ist Begegnung von Gott und Mensch durch das Wort. Die Gemeinde ist Ihm im Hören zugeordnet. Der Priestersitz (Trachyt) ist dem Vorsteher der Gemeinde vorbehalten. Er steht an der Spitze der Gemeinde und muss einen hervorragenden Platz haben. Spitze sein heißt: ein Teil zu sein, verbunden mit dem Ganzen. Das Sakramenthaus (Trachyt und Bronze) schon an der Aufteilung des Bodenbelages sieht man, hier ist ein besonderer Ort. "Zieh Deine Schuhe aus, hier ist heiliges Land!" Die Steinstelle wird von einem kostbaren Bronzegehäuse gekrönt. Tabernakel - Ort der Aufbewahrung und der Verehrung. Der Taufstein (Trachyt) mit einem Bronzedeckel, der von einem Granatapfel geschmückt wird, steht dem Sakramentshaus gegenüber. Ein umlaufendes Ornament bereichert das Steinbecken. Die Madonna (Trachyt - Holz) soll ihre Aufstellung in der Seitenkapelle haben. Der Wunsch der Gemeinde, ihr Gotteshaus zu gestalten, ist Zeichen und Wille der Menschen im Geiste Jesu Christi, die Schönheit des Glaubens sichtbar zu machen." Anm.: Trachyt ist ein magmatisches Gestein, eine dem Erdinnern entstammende glutheiße Schmelze, die erkaltet ist.
Nikolaus Bette
"Erklärungen der Fenster in der Kirche St. Andreas Fenster im Altarraum:
Das Mittelfenster zeigt das eucharistische Symbol: Tauben und Trauben auf dem Hintergrund eines Weinblattes. Dieses Fenster wird flankiert von zwei figürlichen Darstellungen. Das Thema des linken Fensters stellt die Abendmahlsfeier dar. Christus steht am Kopfende eines langen Tisches; sein Gewand bildet das Tischtuch. Das rechte Fenster zeigt die Fußwaschung der zwölf Apostel. Christus wäscht dem Petrus die Füße; alle anderen Apostel erwarten die gleiche Handlung. Die Farbe dieser Fenster ist gelb. Fenster gegenüber dem Altarraum Das Mittelfenster stellt die Auferstehung symbolisch in Form einer Spirale dar. Das linke danebenliegende Fenster zeigt den ungläubigen Thomas, wie er die Hand in die Wunde des Herrn legt. Das rechte Fenster stellt Zweifel und Glaube dar. Petrus geht dem Herrn auf den Wellen entgegen. Die Farbe dieser Fenster ist rot. Die Rosette in der rechten Conche zeigt die Herabkunft des heiligen Geistes. Links daneben: Die Jünger in Begleitung des Herrn auf dem Wege nach Emmaus. Rechts daneben: Die Hochzeit zu Kana. Die Farbe dieser Fenster ist blau. Die Rosette in der linken Conche stellt den brennenden Dornbusch dar. Das linke danebenliegende Fenster zeigt die Mannalese in der Wüste. Das rechte Fenster stellt Moses dar, der das Wasser aus dem Felsen schlägt. Die Farbe dieser Fenster ist grün."



















