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Einweihung der Kirche  

Bericht in der HNA am 20.11.1983 

Bischof weihte Kirchenneubau

Kassel: Im Gemeindehaus mußten die Katholiken der Stadtteile Waldau und Forstfeld 13 Jahre lang Gottesdienst feiern. Jetzt weihte der Fuldaer Diözesanbischof Dr. Johannes Dyba die neue St.-Andreas-Kirche, die nach Plänen des Kasseler Architekten Johannes Reuter entstanden ist (HNA berichtete). Anschließend feierte der Bischof in Konzelebration mit Ortspfarrer Pater Lucian Zelewski, Kaplan Pater Walter Körbes, Regionaldechant Rudolf Montag und weiteren Geistlichen zum erstenmal Eucharistie. Dabei forderte Dr. Dyba die Gläubigen auf, Gott in der neuen Kirche und in den Sakramenten zu begegnen. Oberbürgermeister Hans Eichel überbrachte die Glückwünsche der städtischen Körperschaften und äußerte Freude über die Vollendung des Gemeindezentrums von St. Andreas, mehr als andere Stadtteile habe der Kasseler Osten mit sozialen Problemen zu kämpfen, sei hier Hilfe nötig. Der OB dankte in diesem Zusammenhang den Kirchen für deren Unterstützung bei den Bemühungen um den Erhalt der ENKA-Arbeitsplätze. Die Katholiken von St. Andreas hätten sich nicht abgekapselt, sondern sich und ihr Gemeindezentrum den Mitbürgern geöffnet. Von diesem regen Gemeindeleben profitiere der ganze Stadtbereich, meinte Eichel. Auch Sprecher der benachbarten evangelischen Kirchengemeinden gratulierten zur Kirchweihe und wiesen auf die gute Zusammenarbeit der Konfessionen in diesen Stadtteilen hin. Für die Gemeinschaft der Salesianer, denen die Seelsorge in St. Andreas anvertraut ist, übermittelte Provinzial-Pater Josef Opper (Köln) Glückwünsche. Der Pfarrer und die Gemeinde, alle die gespendet oder selbst mitgearbeitet hatten, waren stolz auf dieses schöne Bauwerk. Aber was nützt eine schöne Kirche, wenn es keine "lebendige" Kirche gibt, d. h., dass in der Gemeinde Glauben gelebt und gefeiert wird. Das war nun die nächste Sorge des Pfarrers. So war es sein großes Anliegen, Vereinsleben zu schaffen. Es dauerte nicht lange und ein eigener Chor gestaltete Gottesdienste mit. Die Frauengemeinschaft wurde ins Leben gerufen. Kindergruppen fanden sich regelmäßig zusammen, auch eine Gruppe, die sich KAB nennt, konnte zusammenwachsen. Weil das Bauwerk so gut gelungen war, dachte der zuständige Pfarrer P. Zelewski sofort daran, auch anderen zu helfen. Schon im Jahr 1984 wurden die Sternsinger bis heute regelmäßig in die Gemeinde ausgesandt, um Kindern in armen Ländern zu helfen. Aus dem Kirchbauverein wurde ein Missionskreis gebildet, der die Aufgabe übernahm, regelmäßig Spenden für Venezuela und heute für Ghana zu sammeln, um in den Ländern den sogenannten Straßenkindern zu helfen. Über 10 Jahre organisierte der Pfarrer Ferienfahrten mit ca. 40 Kindern, meist ins Ausland, um auch Kindern einen schönen Urlaub zu ermöglichen, die vom Elternhaus her dazu keine Möglichkeit gehabt hätten. Seit ca. 6 Jahren reist er jetzt meist mit Senioren.



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